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23.01.2019

"United we stand": Neujahrsempfang von ITALCAM

Der Neujahrsempfang von ITALCAM markiert gemeinhin den Beginn eines neuen, produktiven Jahres, und das selbstverständlich im Hinblick auf die deutsch-italienischen Handelsbeziehungen. Die Location für diesen feierlichen Jahresauftakt war das edle Emporio Armani Café in den Fünf Höfen mitten in München, in das Freunde und Mitglieder des Deutsch-Italienischen Handelskammer eingeladen waren, um mit einem Glas Prosecco oder einem Aperitif mit Campari gemeinsam auf das neue Geschäftsjahr anzustoßen. 

Unter den gut 100 Gästen war auch der neue designierte Botschafter in Berlin, S.E.  Luigi Mattiolo, den ITALCAM-Chef Alessandro Marino bei ihrer ersten Begegnung gleich eingeladen hatte. So war der Neujahrsempfang der Handelskammer der allererste Antrittsbesuch von Mattiolo - für Alessandro Marino ein "Zeichen der Ehre", weshalb er der Botschaft (und auch dem italienischen Konsulat) an dieser Stelle ausdrücklich für ihren Support dankte.  

Seine Ansprache hielt der italienische Diplomat, der zuletzt in der Botschaft in Ankara tätig gewesen war, noch auf Englisch - Deutsch muss er erst noch lernen. Er freute sich in München zu sein, zumal gerade "Bayern für Italien der wichtigste Handelspartner" sei, immerhin gingen mehr als 50 Prozent der italienischen Exporte nach Bayern. 

Zugleich hob Mattiolo die Bedeutung von ITALCAM hervor, die diese wirtschaftlichen Beziehung am besten verdeutliche und sicher der beste Partner sei, den man als italienisches Unternehmen in Deutschland haben könne. Und je enger die Bande zwischen Deutschland und Italien seien, desto besser: Nur so könne man noch mehr von den deutsch-italienischen Handelsbeziehungen profitieren. Diesen elementaren Gedanken unterstrich Mattiolo mit einem beliebten Zitat, das einst auch schon der britische Premier Winston Churchill bemüht hatte: "United we stand, divided we fall." Seine Rede endete der erfahrene Diplomat mit einem charmanten, auf Deutsch formulierten "Guten Rutsch ins neue Jahr!"

Danach ging es zum Dinner einen Stock höher, wo feine italienische Küche serviert wurde und die Gäste bei Risotto und Fischfilet Gelegenheit zu einem regen Austausch hatten. Unterbrochen wurden die Gespräche durch einen komplexen Vortrag von Michele Giordano von der Internet-Firma Reply zum Thema Künstliche Intelligenz, die - so Giordano - am Ende ja nur menschliche Intelligenz kopiere, wenn auch in einem rasanten Tempo.

Allerdings versuchte der Informatiker den Zuhörern etwaige Zweifel gegenüber der Künstlichen Intelligenz zu nehmen - es sei schließlich keine Science Fiction! Vielmehr berge die künstliche Intelligenz ein großes Potential, das Arbeitsprozesse erleichtere und menschliches Wissen potenziere: "Bis zum Jahr 2050 haben Computer ein Wissen, wie alle menschlichen Gehirne zusammen!" 

Noch sind wir aber nicht soweit, das hatte auch Botschafter Mattiolo zuvor in seiner Rede angemerkt: "Nur 1etwa ein Fünftel der europäischen Unternehmen sind top digitalisiert; dabei sei das der neue, wichtigste wirtschaftliche Faktor. Es gibt also noch viel zu tun - diesseits und jenseits der Alpen. 

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